in den thüringer wald und an die quelle der rodach

karfreitag, 19.04.2019
gemünda – stressenhausen (27 km, insgesamt 413,1 km, 400 m auf, 330 m ab)

heute musste ich früher aus dem federn – ich muss mein frühstück selber machen und habe danach auch noch küchen-dienst. dazwischen bzw. parallel dazu schaffe ich es dann auch, wenigstens meine wander-statistik und einige fotos in den blog zu setzen.

das gestrige wetter wiederholt sich, so dass ich wieder durch das jacken-dilemma durch muss, nur mit weniger durch-gängen. damit habe ich auch das tal verlassen und bin auf dem weg in den thüringer wald. nur komoot muss sich noch mit den wege-netzen zurecht finden. bei vier möglichkeiten, wie es weiter gehen kann, ist das navi wieder überfordert. zwei wege probiert und trotzdem neben der tour gelandet. also gibt es wieder einmal einen weg durchs unter-holz. dann geht’s wieder auf und ab.

schliesslich lande ich auf einem kolonnen-weg, eine strasse entlang der alten ddr-grenze, die aus über-dimensionierten rasen-gitter-steinen besteht. und das unangenehme laufen findet sich noch sehr steil bergauf statt! da habe ich oben auf einer bank eine vesper-pause verdient.

eine wander-gruppe kommt mir an dem platz entgegen. an anfang sind es sechs, aber dann plötzlich deutlich über zehn. und es werden immer mehr. der ‚chef‘ der gruppe erzählt, dass sie 25 sind, ein anderer meint, die übernachtungen organisieren so eine logistische meister-leistung, wir wahr. sie sind über die feiertage unterwegs und wandern entlang des grünen bands, der ehemaligen grenze, stück für stück, an den wochenenden. erinnert von ihnen möchte wissen, wohin ich gehe: „nach bremen“. ich höre, wie er dass anderen erzählt und sie fragt, ob jemand mit dem man mit möchte. ich schicke hinterher, dass wenn ich der esel wäre, es noch einen hund eine katze und einen hahn bräuchte. es gibt aber keine erkennbare reaktion. nachdem sie weiter sind, beende auch ich meine pause.

wieder geht es abwärts ins rodach-tal, bad rodach streife ich an der therme. im nächsten ort fragt mich ein etwa zehn-jähriger junge, der im hof spielt: „tust du wandern?“ ich bejahe und er will wissen wohin. so erzähle kurz was ich vorhabe.

auf dem weiteren weg muss ich durch ein tier-gatter. auf der wiese sehr ich etwas wie eine junge ziege oder ein junges braunes schaf. da bewegt es sich und ich erkenne einem fuchs, richtig dunkel-braun. vorsichtig will ich meine foto-tasche öffnen, aber er hört doch den klett-verschluss und ist mit ein paar grossen sätzen verschwunden.

dafür habe ich ein ordentliches stück weiteren kolonnen-weg zu schaffen. die rodach führt mich schliesslich nach stressenhausen, wo ich ein zimmer unterm dach bekomme, dessen tür nicht zu bleibt, ohne dass sie abgeschlossen wird. hier entdecke ich nach dem duschen meine erste blase an der rechten ferse.

sebastian kommt nun auch und lagert am sportplatz. diesmal bekomme ich bei ihnen ein abendessen.

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