bettwanzen

in manchen herbergen bzw. chambre d’hôtes in frankreich sieht die pilgerin hefter mit gefüllten klarsichthüllen liegen. titel: punaises – bettwanzen. von der historie über biologische infos bis hin zu zeitungsausschnitten und gegen- bzw. hilfsmassnahmen sind darin enthalten. sie sind gefürchtet bei pilgerinnen und herbergsbetreiberinnen. sie sind tückisch und aus menschlicher sicht nahezu hinterhältig. denn sie sind sehr  lichtscheu und überlebenstüchtig. wenn sie sich in einem herbergsbett eingenistet haben, hilft oft nur noch die chemische keule. legt sich eine pilgerin in ein ‚infiziertes‘ bett, dann muss sie damit rechnen, dass des nachts die tierchen auf nahrungssuche sie mehrfach anpieksen. das sieht (aufgereihten) schnakenstichen ähnlich, juckt aber heftiger und länger. zwar gibt es einiges dagegen, aber eine ‚behandlung‘ ist einfach lästig.

daher haben die herbergen zu den unterschiedlichsten massnahmen gegriffen. erstes gebot: keinen rucksack auf ein bett! weil das nicht so gut kontrolliert werden kann, gilt oftmals die strikte trennung von rucksack und schlafraum. die pilgerin erhält des ein körbchen oder eine tasche, worin sie ihre 7-schlaf-sachen in den schlafraum mitnehmen kann – der rucksack bleibt im eingangsbereich, im keller oder sonst einem raum. letztlich ist es so, das der ‚gepiekste‘ der leid tragende ist, aber beim vor/vorgänger das eigentliche problem lag.

2 Gedanken zu „bettwanzen“

  1. Hallo Norbert, wie ich sehe (bzw. lese) meisterst du alle „Widerwärtigkeiten“ bestens! Deine geschundenen Füße sind sicher dankbar für jede Pause – hoffe, sie machen gut mit!! Bewundere deine Hartnäckigkeit und dein Durchhaltevermögen – es wird witterungsmäßig ja nicht unbedingt besser. Wünsche dir weiterhin ein angenehmes Laufen und interessante Teilwegbegleiter, ebenso ein Umschiffen aller möglichen Gefahren!
    Liebe Grüße
    Brigitte

  2. Lieber Nobbe, heute morgen hab ich mir mal richtig Zeit genommen für Deine „Pilger-Einträge“. Und mit meinem Komentar möchte ich Dir sagen, dass meine Gedanken immer wieder bei dir sind. Besonders dann, wenn ich morgens in der Frühe auch auf „meinem“ Weg bin in Begleitung von Felix. Dann wird mir (schon ein bißle schmerzlich) bewußt, dass ein Abschnitt zu Ende ist, denn Du wirst mir morgens mit dem Fahrrad nicht mehr begegnen. Von Weitem konnte ich in der Dunkelheit Dein besonders gut leutendes Licht erkennen. Auch mir begegnen in der Frühe schon „Pilger“, aber meist sind es bekannte Gesichter, die unter der Woche ihre unterschiedlichsten Ziele verfolgen. Man kennt sich und kennt sich doch nicht. Aber ein freunlicher Blick oder ein Gruß zeigen mir doch , dass wir alle irgendwie verbunden sind.
    Heute Abend wirst du uns in der vertrauten Runde sehr fehlen. Umso mehr freuen wir uns, wenn du wieder bei uns bist. Und jeden Tag rückst Du uns ja ein bisschen näher.
    Machs ganz gut, lieber Nobbe und pass auf Dich auf.
    Liebe Grüße aus der Amrichshäuser Strasse von
    Margot und Hubert

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