gute zeichen, schlechte zeichen

die spanierinnen können weniger asphalt, aber die französinnen können bessere rückwärtszeichen! (nachdem mich meine jüngste tochter ganz höflich gefragt hat, ob eigentlich nur männliche pilger unterwegs seien – was ja ganz und gar nicht so ist – muss ich meinen schreibstil leicht verändern. du hast völlig recht! ich gelobe besserung, lisa!)

also, seit frankreich habe ich sehr viel weniger probleme den rechten weg zu finden. der chemin st. jacques ist hier identisch mit dem GR65 (grande -wander-route). und dieser GR65 ist nach beide n seiten beschildert. ich muss mich nicht mehr umdrehen und schauen, ob ich den richtigen weg eingeschlagen habe. ich muss auch nicht mehr rätseln, aus welcher richtung ein pfeil gemeint ist. an jeder abzweigung gibt es nun klare angaben in welche richtung ich gehen muss. damit kann ich von daher auch gut damit leben, das mir sehr viel weniger pilgerinnen entgegen kommen.

aber ich laufe sehr oft auf asphalt. wie viele andere pilgerinnen der anderen richtung vor mir versuchte ich die seitenstreifen zu nutzen. das ist teilweise sehr gut möglich (zu sehen an den schmalen ausgetretenen pfaden neben der strasse). der seitenstreifen kann aber auch sehr schräg oder uneben sein, dann ist im vergleich dazu der asphalt die leichtere oberfläche.

kurzum: mir tut das rechte (schien)bein immer mehr weh. als ich dann an meinem – vermeintlichen – ziel an die herberge komme, heisst es, der ‚patrone‘ sei nicht da, die herberge ist geschlossen. und dann hilft auch nicht weiter, dass im aktuellen camino-führer von 2014 steht, sie sei bis oktober geöffnet. also versuche ich aufrechten ganges die nächsten 4 kilometer mit meinem bein zu bewerkstelligen. der lohn der qual ist ein chambre d’hôtes mit einem freundlichen älteren ehepaar, einem wunderbaren abendessen und einem zimmer, in dem ich mich ausbreiten kann.

Ein Gedanke zu „gute zeichen, schlechte zeichen“

  1. Lieber Nobe,
    soben habe ich Deine vielen Eindrücke gelesen und ich bin fasziniert. DAs ist en Erlebnis, das Dir keiner nehmen kann. Hoffentlich machen Deine Beine – Füße gut mit.
    Es geht mir soweit gut – viel zu tun, aber wir lassen den Kopf nicht hängen.
    Ich wüsnche Dir weiter ein gutes Wandern und grüße Dich herzlich
    Deine Moni

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